Ganz nett, die Stadt der Untoten, Under City:
WoWScrnShot_070105_234350 WoWScrnShot_070105_234416
auf den ersten Blick!

Sieht überraschenderweise nicht sehr morbide aus, ok, hier und da muss man eine Tür ölen oder mal ein Fensterglas einsetzen, aber sonst ist’s prima. Wehe aber, man betritt dann Undercity wirklich, dann sieht es ganz anders aus. Doch der Reihe nach, ich war zunächst zu dumm, den Weg zum Kriegerviertel zu finden, um mir beim Waffenmeister den Umgang mit Schwertern beibringen zu lassen. Irgendwie ist für einen Besucher die Wegführung leicht irritierend. Auf der Karte ist das Kriegerviertel „links oben“. Nur da wo ich und das Kriegerviertel hätte sien wollen, waren nur Mauern. Es gab auch keinen Durchgang, denn ich hatte die Mauern selbst nach Geheimtüren durchsucht. Also begab ich mich Richtung Mitte, eventuell könnte ich da einen Weg finden. Kann ja sein, daß Untote anders als wir denken und auch bauen. So stieß ich auf den Thronsaal, wie ihr an den Bilder sehen könnt. Und tatsächlich, nach Westen ging ein unbeleuchteter Gang ab.

Hey, da stehen zwei eklig und wirklich abscheulich riechende Wachen herum, man stellt sich an ein Tor, das auf einmal nach oben gleitet und einen Schritt weiter findet man sich in einem runden Raum wieder, eine Sackgasse? Warum aber die Wachen? Der Boden leuchtet verdächtig grün und .. wuaahhhhhhhh… er gleitet weg! Eine Falltür! Panik! Ich habe mich schnell an den Rand gerettet und dort festgeklammert, während ich unter mir einen tiefen, dunklen Schacht erblicken konnte. Das konnte kein Eingang sein, das mußte eine Falle sein. Na ja, bis dann wieder die Tür aufglitt und ein weiterer Beuscher den Raum betrat. Ich glaube, er erschrack vor mir etwas, denn ich sah wohl komisch aus, wie mich an den Mauerfugen festgekrallt hatte, doch .. Moment… wieso fiel der nicht den Schacht herunter? Ach, der grüne Boden war wieder da… ob das etwa doch… der Besucher zumindest stand seelenruhig da drauf. Sollte ich ihn warnen oder die Klappe halten? Ich beschloss wenigstens dieses eine Mal den Held zu mimen und stellte mich ebenfalls auf die grüne Platte. Und siehe da: Wir setzten uns in Bewegung! Woher sollte ich wissen, daß es sich um einen unterirdischen Aufzug handelt? Wir in Thunder Bluff kennen natürlich Aufzüge, doch da kommt keiner auf die Idee, einen Aufzug in die Erde einzubuddeln. Wozu auch? Wir leben hoch oben auf dem Bergplateau. Nun denn… die Stadt überraschte mich erneut. Unten angekommen fand ich die Bestätigung: Ein Schild sagte mir, ich sei im Handelsviertel. Sehr gut, da konnte das Kriegerviertel nicht mehr weit sein. Ich Idiot, natürlich! Undercity entstammt einer uralten Sprache und bedeutete – es fiel mir siedend heiss ein – „unter der Stadt“.

Unten wanderte ich zunächst neugierig umher, als ich markerschütternde Schreie und darauffolgendes Lachen vernahm. Ich zückte sofort meine Axt, um dem armen Geschöpf zur Seite zu stehen. Mit meinen 540Kilo bog ich wutschnaubend um die Ecke, doch statt das Blut meiner Feinde zu vergießen und Schrecken zu verbreiten, gefrierte mir das Taurenblut in meinen Adern bei diesem Anblick:
WoWScrnShot_070105_235922
Mehrere Untoten zogen einem unbeschreiblichen Etwas die Haut bei lebendigen – wenn es das überhaupt war – Leibe ab. Ich wendete mich angeekelt ab. Untote haben also doch nicht mehr als Hörner im Schrank. Die Schreie werden mich noch lange verfolgen. Ich beeilte mich, den Waffenmeister zu finden. Er wies mich zügig in die Geheimnisse ein und so schnell es ging, verließ ich die Stadt wieder und nahm das Luft-Segelschiff nach Hause. Als wir uns über dem Meer befanden, fühlte ich mich erheblich wohler und sog die frische Luft tief in meine Lungen ein. Ich weiss nicht, wann mich Geschäfte wieder nach Undercity bringen, doch ich hoffe, es möge noch lange dauern.